K.s FRAUEN

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Ein Theaterabend nach

„der Prozess“ von Franz Kafka

„Da wird gefaucht und gestöhnt, gehechelt und gelacht. Herr K., der angeklagt wird, aber nicht weiß, weswegen, windet sich am Stuhl. Berauschend.“

Katrin Nussmayr, DIE PRESSE

„Veronika Glatzners erste Regiearbeit ist ein furioser Tanz auf dem kafkaesk brodelnden Vulkan.“

Martin Pesl, FALTER

In seinem berühmten Roman „Der Prozess“, erzählt Franz Kafka aus dem Blickwinkel seines Protagonisten Josef K., dessen nebulöse Verhaftung, und wie dieser sich vor einem undurchsichtigen Gericht verantworten muss, ohne zu wissen, warum. In „K.s Frauen“ begegnen sich die vier Schauspielerinnen Ana Grigalashvili (GEO), Marketa Richterova (CZ), Julia Schranz (A) und Halka Třešňáková (CZ), um auf Basis ihrer unterschiedlichen kulturellen Hintergründe, die Frauenfiguren des Romans zu untersuchen. Inszeniert von Veronika Glatzner (Choreographie Anna Knapp) erforschen die vier Darstellerinnen in parallel bespielten Zimmern das Gestenrepertoire der Figuren des Romans der Prozess in ihrer Verfremdung, Verzerrung und Widersprüchlichkeit. Durch die Übersetzung der grotesken kafkaesken Körpersprache in einen theatralen Raum, hinterfragt die Inszenierung die Geschlechterordnung von Mann und Frau innerhalb und außerhalb der Perspektive Josef K.s. „Bei Kafka und dem „Prozess“ im Speziellen interessiert mich der Raum, der sich zwischen Gestik und Sprache öffnet.“, so Veronika Glatzner. Das Stationentheater „K.s Frauen“ begegnet den körperlichen Schilderungen, die dieser – als Traumlogik beschriebene – Text Kafkas beinhaltet, auch musikalisch: Bernhard Fleischmann entwickelt zusammen mit der Choreographie eine Sound Installation, inspiriert auch vom Aufführungsort und seiner Geschichte.

Konzept und Regie Veronika Glatzner

Darstellerinnen Ana Grigalashvili, Marketa Richterova, Julia Schranz, Halka Tresnakova

Musik b.fleischmann

Choreographie Anna Knapp

Kostüm/Ausstattung Marie Sturminger

Produktionsleitung Stefanie Frauwallner

Presse Susanne Fernandes Silva

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